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BLK-Programm - Demokratie lernen & leben: Durch Verantwortung Lernen. Service Learning: Etwas für andere tun

Materialien

Durch Verantwortung Lernen. Service Learning: Etwas für andere tun

Durch Verantwortung lernen

Sliwka, Anne/Petry, Christian/Kalb, Peter E. (Hrsg.) (2004): Durch Verantwortung lernen. Service Learning: Etwas für andere tun.
6. Weinheimer Gespräch. Beltz Verlag, Weinheim und Basel.
19,90 Euro. 216 Seiten. ISBN 3-407-25353-2

Schüler arbeiten in sozialen Einrichtungen, helfen Schülern, entwickeln Lösungsansätze für den Algenbefall im Zoo, schaffen Grünflächen in der Stadt usw. Dies sind Beispiele für Service Learning Projekte an deutschen Schulen: Eine Methode des Verantwortunglernens, die zentral ins Schulcurriculum integriert ist und das Lernen von Verantwortung mit dem Lernen durch Verantwortung in authentischen Situationen verbindet.

Im zweiten Teil des Buches werden in sieben Beiträgen „erfahrener“ Schulen und Organisationen erfolgreiche Beispiele für die Implementation und Umsetzung hierzulande vorgestellt – ohne kritische Aspekte und Schwierigkeiten auszusparen. Damit dienen sie nicht nur als ‚Ideenanregungen’ für die eigene Arbeit und Schule, sondern liefern auch praktisch verwertbare Konzepte und Methoden: Evaluationsbögen, Möglichkeiten der Lehrplan- und Unterrichtseinbindung, Projektablaufpläne, Zertifizierungsmöglichkeiten und Wege der strukturellen Einbindung von Service Learning in die Schulorganisation.

Die fünf Fachaufsätze im ersten Teil beschäftigen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der ‚Methode’ Service Learning und der Frage ob und unter welchen Umständen sich dieses – in den USA weit verbreitete – pädagogische Projekt in der Bundesrepublik übernehmen und weiterentwickeln lässt.

A. Sliwka bietet einen sehr guten Überblick: Neben der Methode und ihren unbestreitbaren Erfolgen und Vorteilen – die A. Furco nach seiner positiv gefärbten Beschreibung der Situation in den USA mit relevanten Studien belegt – werden auch die Herausforderungen für und Anforderungen an die Schulen, die LehrerInnen und die Gemeinde gründlich und prägnant dargelegt. Für Schulentwicklungskonzepte im Allgemeinen hilfreich ist der Beitrag von Prof. Edelstein, der am Beispiel Service Learning auf anspruchsvolle Weise die Bedingungen für die Innovationssicherung in der Einzelschule und im Schulsystem beleuchtet. H.-J. Abs geht ausführlich der kritischen Frage nach den Auswirkungen einer „Verpflichtung zur Freiwilligkeit“ auf das Verantwortungslernen nach und C. Petry setzt sich schließlich sehr anschaulich und praxisnah mit der Rolle von PISA und seinen Folgen für die Einführung neuer Lehr-/Lernmethoden auseinander.

Ein insgesamt sehr empfehlenswertes Buch, das gute Anregungen und Argumente für die Praxis gibt.

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06.10.2004
Tilman Lutz (Service-Stelle "Demokratie lernen & leben", Mecklenburg-Vorpommern)

Schlagworte: Community Education, Kooperation mit außerschulischen Partnern, Partizipation in der Gemeinde, Verantwortung übernehmen, Service Learning, Demokratiekompetenzen, Projektlernen