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BLK-Programm - Demokratie lernen & leben: Rückmeldung (II): Ergebnisse sichtbar machen

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Rückmeldung (II): Ergebnisse sichtbar machen

Inhalt dieses Bausteins

Am Ende der Erhebungsphase liegt in der Regel unterschiedliches Datenmaterial aus einer Vielzahl von Quellen vor. Ist das nun das Ergebnis der Selbstevaluation? Ist die Evaluation damit abgeschlossen?

Tatsächlich wartet jetzt noch ein weiterer wichtiger Schritt auf Sie: Damit die Selbstevaluation für Ihre Arbeit und Ihre Schule eine Wirkung zeigt, ist es nötig, sich über die Ergebnisse zu verständigen – sie also erst einmal zu verstehen und schließlich ein gemeinsames Verständnis darüber mit den anderen Beteiligten herzustellen. Für eine in diesem Sinne erfolgreiche Auswertung müssen die Daten anhand der konkreten Fragestellungen und Annahmen analysiert werden. Die darzustellenden Ergebnisse werden dabei so aufbereitet und beschrieben, dass das Charakteristische leicht erkannt werden kann. Dazu kann man sich verschiedener Tabellen und Grafiken zur Veranschaulichung bedienen.

Zur Beurteilung etwa eines durchgeführten Schulprojekts könnten verschiedene Daten erhoben werden:

Dabei besteht die Möglichkeit, auf mehrere Datenquellen zurückzugreifen. Zunächst werden einzelne Teile des Datenpuzzles ausgewertet. In einem zweiten Schritt kann eine Gesamtbilanz erarbeitet werden. Wenn einzelne Teilbereiche ausgewertet sind, müssen diese in Beziehung zueinander gesetzt werden. Es ist durchaus üblich, auf bereits ausgewertete Teile der Erhebung zurückzukommen, wenn sich Widersprüche oder Fragestellungen zu späterem Material ergeben. Dieser Vorgang kann sich häufiger wiederholen, bis letztendlich ein Gesamtergebnis vorliegt.

Grundsätzlich kann die Auswertung der Ergebnisse quantitativ oder qualitativ erfolgen. Unter quantitativen Daten werden in diesem Zusammenhang entstandene Zahlenmengen verstanden (z.B. zur Auswertung einer Projektwoche), die mit Hilfe eines Fragenbogens erhoben wurden. Demgegenüber bestehen qualitative Daten nicht aus Zahlen, sondern aus schriftlichem Text oder Aufzeichnungen (Tonband, Video). So ist z.B. die Befragung des Lehrerkollegiums zur Zufriedenheit mit seiner Arbeitssituation mittels Interviews eine qualitative Erhebung.

Im Rahmen der Auswertung sollte nach Ursachen der Ergebnisse gefragt werden. Dabei lassen sich Rahmenbedingungen für die Schule, auf die es keinen Einfluss gibt, unterscheiden von innerschulischen Bedingungen, die durchaus gestaltbar sind.

Volker Kohle, Kirsten Schroeter (verantwortlich)

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26.04.2004
Volker Kohle, Kirsten Schroeter (verantwortlich)

Schlagworte: Selbstevaluation, Feedbackkultur